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Warum die Sowjetunion kein Imperium war

Historiker Wladimir Machnatsch

Auszug aus der Vorlesung "Rom" des Kurses "Geschichte der Kulturen der Welt". 2006.
Aufzeichnung und Übersetzung:
Sergej Pilipenko.

Student: War die Sowjetunion ein Imperium?

Nein. Das besondere, neunte Kapitel der letzten Ausgabe meines Artikels "Imperien in der Weltgeschichte" ist der Begründung gerade der Tatsache gewidmet, dass die Sowjetunion das Reich nachahmte, einige unbedeutende, aber bemerkenswerte Merkmale des Reiches besaß, die tatsächlich bewusst eingeflößt wurden, und dennoch kein Reich war.

Das Imperium bildet immer einen kaiserlichen Adel von Vertretern verschiedener vertrauenswürdiger Nationen des Imperiums. Die Sowjetunion erwies sich in dieser Hinsicht als völlig fruchtlos. Erstens schuf er einen solchen Adel, der den Staat fröhlich zerfetzte. Zweitens, im Gegensatz zur Föderation, obwohl das Reich auch auf seine Weise föderal ist, stellt sich das Imperium immer um das Kernvolk auf. Immer! Iranschahr (das Persische Reich) stellte sich um die Perser auf. Als es keine Römer gab, gab es Rom nicht, und nicht umgekehrt. Die Sowjetunion zeichnete sich dadurch aus, daß das einzig mögliche Kernvolk, nämlich die Russen, zerstückelt wurde. Und es wurde nicht nur geografisch zerstückelt, sondern auch ethnisch!

Vor hundert Jahren behauptete eine Handvoll verrückter Intellektueller ernsthaft, und dabei für das österreichisch-ungarische Geld, dass es ein besonderes "ukrainisches Volk" gebe. Es gab kein solches Volk. Alle waren Russen. Es ist ernst.

Darüber hinaus hatten die Russen während der Sowjetzeit bestenfalls in kurzen Zeiträumen dieselben Rechte wie die meisten Nationen. Im schlimmsten Fall waren sie in einer schlechteren Lage als andere Nationen.

Die Unterdrückung der ethnischen Mehrheit, die Unterdrückung des Kernvolkes ist grundsätzlich antiimperiale Politik. Ein Staat, der eine nationale Minderheit unterdrückt, kann auf unterschiedliche Weise genannt werden: chauvinistisch, grausam, ungerecht, Nazi-Staat oder, was am schlimmsten ist, ein dummer Staat. Aber der Staat, der die nationale Mehrheit unterdrückt, kann nur als Besatzungsregime bezeichnet werden. Es gibt dafür keinen anderen Begriff. Dies wird in meiner anderen Arbeit «Ideologische Technologien (Methoden der Polemik)» festgestellt.

Sie alle haben Ihren eigenen Kopf. Aber für mich sind alle Regimes in Russland Besatzungsregimes, beginnend am 3. (16.) März 1917. Und ich bin nicht daran interessiert, grundsätzlich darüber zu streiten, ob sich Großvater Lenin vom schnurrbärtigen Kakerlaken Stalin zum Besseren oder zum Schlechteren unterscheidet oder ob Wowotschka Putin besser ist als Sashenka Kerenski. Sie sind alle Besatzer.

Es ist ein Kinderwitz. Ich habe Angst, es vor der Fastenzeit zu erzählen. Ein Erstklässler kommt weinend nach Hause. Seine Mutter fragt: "Was ist passiert?" "Ich habe Angst vor Lenin". "Warum hast du den Angst vor Großvater Lenin?" "Weil er tot ist, aber lebt und kleine Kinder sehr liebt."

Auszug aus der Vorlesung "Das orthodoxe Imperium" Jekaterinburg. 1996.

Darf die Sowjetunion den Titel des Imperiums zumindest historisch beanspruchen? Es wird keine Sowjetunion mehr geben. Es besteht kein Zweifel daran, und Gott sei Dank! Und inwieweit war er trotzdem ein Imperium? Sie wurde so genannt, es ist wahr. Man schrieb: "Stalins Reich". Der amerikanische Präsident Reagan erfand sogar das "Böse Imperium". Wir haben uns zwei Tage mit dem Imperium beschäftigt. Lassen Sie uns auf Punkte kommen.

Erstens. Das Imperium besteht aus selbstverwalteten Provinzen. Die Provinz-Selbstverwaltung war immer scheinbar, weil das ganze Leben durch und durch mit einer doppelzentralen Hierarchie des Parteiapparates und des KGB (Geheimpolizei) regiert wurde. Der erste fällt also weg. Es gab nur eine äußere Form der Struktur aus verbündeten Republiken, autonomen Regionen usw. bis hin zu nationalen Bezirken. Aber es gibt keinen Grund, ernsthaft über die kaiserlichen Provinzen zu sprechen. Jeder "flammende" Separatist aus jeder ehemaligen Republik wird mir zustimmen, und hier werden wir keine Meinungsverschiedenheiten haben.

Zweitens. Der Adel des Imperiums. Kann man über die Reichselite sprechen? Das Russische Reich schuf die Reichselite so gut, dass die Revolutionäre fast jedem Volk Russlands Aderlass machten, nur in unterschiedlichem Ausmaß. Und sie schnitten die Elite aus. Nicht nur die intellektuelle, militärische, kommerzielle und industrielle Elite des Reiches, sowie die besten Vertreter des Klerus wurden zu Grabe getragen. Im Allgemeinen schnitten die Revolutionäre vor allem die Elite.

Was die Sowjetunion selbst betrifft, so gibt es nach der Terminologie meines Freundes, eines starken Politologen Sultanow, Eliten und Quasi-Elite, d.h. imaginäre Eliten. Und anscheinend hat er Recht, denn die Elite, die die Sowjetunion aufgezogen hat, sie selbst zerstört hat. Und das war nicht zufällig. Es gab doch keinen Zusammenbruch der UdSSR. Es war die Zerstückelung der UdSSR, weil die sowjetische Parteielite eilte, um ihre Stücke zu greifen, eilte, um das ganze Land in Stücken zu privatisieren, teils im übertragenen Sinne, teils buchstäblich.

Drittens. Das kaiserliche Volk. Nach der Revolution waren es die Russen, die verfolgt wurden. Und von den Russen wurden in der ersten Linie die Großrussen verfolgt. Es dauerte nicht immer. Ich will nicht sagen, dass die Russen immer in der Sowjetunion verfolgt wurden. Aber ein privilegiertes Volk waren die Russen keine einzige Stunde. Die Russen wurden für die Verfolgung nicht für einen einzigen Monat entschädigt. Deshalb können wir die Russen nicht als Reichsvolk bezeichnen. Die antirussische Politik des Sowjetregimes hat zu den bekannten Folgen geführt, jetzt schon zur Verringerung der russischen Bevölkerung.

Und schließlich das Wichtigste. Vor der Revolution waren die Russen doch Großrussen, Kleinrussen und Weißrussen zusammen. Ich kenne das Beispiel einer gedruckten Publikation über die Bevölkerung der Krim in 1925 (damals schon die Krim, nicht mehr Taurien). Sogar in 1925 schrieb man noch unter einer geschweifter Klammer: die Russen sind so viele, zum Beispiel, 300.000, darunter (unter der Klammer) Großrussen sind so viele, Ukrainer (schon nicht Kleinrussen) sind so viele, und Weißrussen sind so viele. Das heißt, in den 1920er Jahren waren die Russen immer noch ein gemeinsamer Name. Der Traum der galizischen Agenten wurde wahr, und er wurde von den Kommunisten verwirklicht. Man proklamierte ständig die "Ukrainer" und proklamierte schließlich ein unabhängiges Volk, nicht einen Teil des russischen Volkes. Das Reichsvolk funktioniert also auch nicht.

Viertens. Das Imperium ist der Schiedsrichter. Im wirklichen Imperium ist das große Volk immer mit dem kleinen gegen das mittlere. Verteidigte die Sowjetmacht das kleine Volk vor der Unterdrückung des Mittleren? Nein, niemals. Das sowjetische Regime war immer hart, immer grausam, immer Polizeiregime und manchmal terroristisch. Nichtsdestoweniger hinderte jedoch niemand den Kiewer Behörden daran, die Huzulen und Russinen als "Ukrainer" aufzuzeichnen, den Letten daran, die Lettgallen und Liven als Lette, den tadschikischen Behörden die Pamirer als "Tadschike". Ich erinnere mich, dass die ersten nachtrevolutionären Studien etwa 200 Völker in unserem Land zählten. Und Stalin hat auf dem 17. Parteitag, so scheint es, gesagt, dass 106 Nationen und Kleinnationen in unserem Land leben. Habt Erbarmen! Wo ist denn die Hälfte? Wohin sind die halben Nationen verschwunden?! Die Frage ist natürlich rhetorisch. Es funktioniert also auch nicht in der nationalen Politik, es ist kein Reichspolitik.

Fünftens. Und schließlich die Außenpolitik. Die Außenpolitik der Sowjetunion war immer umgewandte Reichspolitik. Vom ersten Tag an versuchten die Kommunisten, die Reichspolitik zu verzerren und das Reichserbe zu beenden. Überzeugen Sie sich selbst. Wir haben die Griechen und Armenier vor den Türken geschützt. Immer? Immer. Was passiert in 1921? Die armenische Daschnak-Regierung führt einen Krieg gegen die Türken. Die Rote Arbeiter-und-Bauer-Armee stach die Armenier in den Rücken. Zur gleichen Zeit kämpften die Griechen gegen die Türkei von Kemal Atatürk. Die Bolschewiki konnten nicht die Griechen in den Rücken schlagen, weil sie die Griechen nicht erreichen konnten. Sie fanden einen anderen Weg, sie taten das andere. Kemal erhielt von ihnen einen kolossalen Goldkredit, auf dem er leicht den Krieg gegen die Griechen gewinnen konnte. Wir finanzierten die Türken gegen unsere Brüder im Glauben und in der Großkultur. Übrigens, zur gleichen Zeit, wissen Sie, auf Kosten dessen? Aufgrund des Raubüberfalls der Russischen Kirche in 1921-22 Jahren. Die hungernden im Wolga-Gebiet erhielten Silber und Gold nicht aus den ausgeraubten russischen Tempeln, wofür Tausende von Christen erschossen wurden. Diese Mittel erreichten die hungernden an der Wolga nicht. Sie erreichten Kemal Atatürk, der gegen die Griechen kämpfte.

Ich denke, dass diese Merkmale deutlich zeigen, dass die Sowjetunion nie ein Imperium war und nie der Nachfolger des Russischen Reiches war, obwohl in einigen Bemühungen um eine rein staatliche Befestigung einige Territorien ungeschickt zurückbekommen wurden. Zum Beispiel, das Russische Reich wollte Turkestan nie besitzen, es übte nur Einfluss dort. Und das war vernünftig. Die Sowjetmacht eroberte die Emirate von Turkestan (Mittelasien), die nie Teile des Russischen Reiches waren. Ich meine natürlich Kasachstan nicht, Sie verstehen mich. Das sogenannte «Kasachstan» ist nur ein Gebiet von vier Kosakentruppen, es ist nur russisches Land. Ich spreche nämlich über Mittelasien.

Manchmal gab es einige Reichsdekorationen, zum Beispiel, goldene Offizier-Achselstücke oder Gymnasiastin-Schürzen an Schülerinnen. Ich denke, sie sind immer noch in Erinnerung. Aber trotzdem hatte die Sowjetunion keine ernsthaften Merkmale des Reiches. Und es erlaubt mir, das Gespräch über das nicht existierende orthodoxe Reich zu beenden. Aber auf der anderen Seite, wie in der berühmten Legende aus dem 16. Jahrhundert erwähnt, wird es kein viertes Rom geben, und das dritte ist, so scheint es, die letzte. Und wenn es kein drittes Rom gibt, fürchte ich, dass wir für die Apostasie verantwortlich gemacht werden, indem wir die Funktion des "Festhaltenden" aufgeben, das heißt, indem wir den Weg zum bedeutendsten Genossen der Weltgeschichte, dem Genossen Antichristen, öffnen. Gott erspart uns! Ich habe alles.

Auszug aus dem Vorlesung "Imperien in der Weltgeschichte". Juschno-Sachalinsk. 2005.

Obwohl die Sowjetunion, wie ich jetzt mit ein paar Strichen zeigen werde, kein Imperium war, nutzte er, was von dem Reich übrig blieb. Es gab viel zu gebrauchen. Jetzt gibt es keine lebenden Menschen des Russischen Reichs mehr. Die letzteren kannte ich sehr gut.

Schauen wir uns die Zeichen des Imperiums an, die ich Ihnen in jeder Vorlesung erinnere:

1. Vorhandensein des Kernvolkes.

Das kernliche, kaiserliche Volk fehlte, es zeigte sich erst in den Tagen des Zweiten Weltkriegs, denn nur in den Tagen des Zweiten Weltkrieges waren die Russen mit anderen Völkern der Sowjetunion gleich. Während des Rests der sowjetischen und jetzt nachsowjetischen Geschichte sind die Russen, wenn nicht unterdrückt, dann in ihren Rechten und Fähigkeiten eingeschränkt. Es gibt keine Möglichkeit, es in einem Imperium sein kann. Das heißt, es ist kein Imperium. Das Reichsvolk kann nicht unterdrückt werden.

Ja, natürlich haben wir immer die russische Armee bevorzugt. Im 18. Jahrhundert war die russische Armee im Allgemeinen rein russisch. Im 18. Jahrhundert waren nur Husaren Freiwillige von Nicht-Russen: serbische, georgische, moldauische Husaren. Und die Römer bevorzugten alliierten Hilfstruppen die römischen Legionen. Aber nur wenn jemand mehr kämpft und deshalb riskiert und Blut vergießt, sollen die anderen mehr im direkten und jedem übertragenen Sinn pflügen! Das kommunistische Regime zwang die Russen, mehr Blut zu vergießen und mehr zu pflügen als andere. Die erste Bedingung ist also nicht erfüllt. Kein Imperium.

2. Reichsadel.

Es scheint, dass kaiserlicher Adel gebildet wurde, nicht wahr? "Eine Schmiede nationaler Kader! Wir brauchen nationales Personal! Nationale Kader sind sehr wichtig!" Und was? Das Russische Reich schuf eine solche Reichselite, dass die Revolutionäre fast allen Völkern des Reiches Aderlass machen mussten. Und der Aderlass ging nur auf Kosten des Adels, denn jener Adel war für Revolutionäre nicht geeignet. Und was für einen Adel schufen die revolutionären Regimes? Den Adel, der sobald die Kommunistische Partei eine Flaute gab, schnell die Sowjetunion zerstückelte, d.h. das Territorium des Russischen Reiches, das Territorium des historischen Russlands. Es ist also kein Imperium.

3. Das Prinzip des Gemeinwohls.

Das Prinzip des Gemeinwohls ist absolut nicht erfüllt, weil, wie wir bereits festgestellt haben, die Russen unterdrückt wurden. Auch die anderen Nationen war absolut nicht in einer gleichen Position. In der höchsten, privilegierten Position waren vierzehn Nationen, die titular für die Unionsrepubliken waren. Zum Beispiel, ohne bekannten Grund hatten 900.000 Esten unermesslich größere Rechte, Chancen und vor allem Geld als 5 Millionen Wolga-Tataren. Das wurde unter Gorbatschow gesagt, nicht von mir erfunden, aber ich kann sehr viele solche Beispiele anführen. Wo ist die Gerechtigkeit? Wo ist das Gemeinwohl?

An zweiter Stelle standen die Titularnationen für autonome Republiken, zum Beispiel die derzeitigen autonomen Republiken innerhalb der Russischen Föderation. Und so weiter.

Das Prinzip des Gemeinwohls funktionierte nicht. Die Gewohnheit der Völker zueinander funktionierte.

4. Das Prinzip des orthodoxen Reichs.

Die Überbleibsel des orthodoxen Eifers, das orthodoxe Land zu verteidigen, spielten ihre Rolle, wie ich erkannte, nur während des Zweiten Weltkriegs, aber das war alles. Das Reich war sowohl den orthodoxen als auch allen östlichen christlichen Traditionen feindlich gesinnt. Dieses Prinzip funktionierte also auch nicht. Es ist also kein Imperium.

5. Das kleine Volk ist immer mit dem großen gegen das mittlere.

Wie gesagt, dem Imperium hilft eine nicht nur Reichs-, sondern auch allgemeine historische Regelmäßigkeit: "Das kleine Volk ist immer mit dem großen gegen das mittlere." Und was sehen wir?

Das große russische Volk wurde zerstückelt. Zuerst wurde den Großrussen gesagt, sie würden "Russen" genannt. Und so wurden die Kleinrussen und Weißrussen beleidigt abgewehrt, weil sie dann nicht Russen wurden. Dann wurden die Kleinrussen zu den "Ukrainern". Aber es gab kein solches Wort. Das slawische Wort "Ukraine" ist wirklich sehr alt, aber nicht der Begriff "Ukrainer". Kirill Aleksandrovich kann darüber jedoch viel ernster reden.

Die Reichsnation wurde also nicht nur territorial, sondern auch national zerstückelt. Es ist also kein Imperium.

Und was ist mit den kleinen Nationen geschehen? Vor der Revolution zählten Ethnographen mehr als 200 Völker und große Untervölker im Russischen Reich. Im 17. Parteikongress sagte Stalin eindeutig, dass "in unserem sozialistischen Staat 106 sozialistische Nationen und kleine Völker" seien. Aufgezählt! Okay, er war ein großer Experte für nationale Angelegenheiten. Nur wohin sind die halben Nationen gegangen?! Es kommt darauf an, dass man nicht den Mittleren Völkern verhinderte, die kleinen Volker zu assimilieren. Ein paar Beispiele.

Man schrieb die Lettgallen und Liven als "Letten" um. Nun, die Lettgallen sind zumindest Balten, sie sind dem lettischen Volk ziemlich nahe, obwohl sie römisch-katholisch sind und es im Allgemeinen für das Reich unvorteilhaft wäre. Aber die Liwen sind in der Regel Ugro-Finnen. Als letztes Mittel könnten sie zu Esten umgemacht werden, aber nicht "Letten". Es wurde trotzdem gemacht. Und was machte Moskau? Moskau hat sich so verhalten, als ob es nicht sein Ding war!

Ein weiteres Beispiel. Mit ihm brach ein großer Krieg aus. Schauen Sie sich alle sowjetischen Nachschlagewerke oder Enzyklopädien und überprüfen Sie meine Worte. Tadschikistan hat die Autonome Region Gorny Badachschan. Siehe: «Gorny Badakhshan, 95% der Bevölkerung sind Tadschiken». Es ist verrückt, nicht wahr? Wenn 95% der Bevölkerung von Gorny Badachschan Tadschiken sind, warum schaffte man dann eine autonome Region? Es ist sehr einfach. Zuerst schuf die Sowjetmacht die autonome Region, und dann wurden die Pamirer als Tadschiken umgeschrieben. Aber als die Sowjetunion weg war, sagten die Pamirer, sie wollten der Russischen Föderation beitreten. Die Russische Föderation und Kommunist Jelzin an ihrer Spitze ignorierten dies. Deshalb begann ein Krieg. Tadschikistan verlor Pamir immer noch und wird in nie zurückbekommen.

Das heißt, nicht nur das große Volk wurde zerstört, sondern auch kleine Nationen wurden den mittleren Völkern geopfert. Das ist grundsätzlich antiimperiale Politik. Also, das letzte Mal kann ich dasselbe sagen, es ist also kein Imperium.

Aber es ist noch kein Abend. Die Russen haben vierhundert bis fünfhundert Jahre aktive Phase der Ethnogenese. Außerdem kennen wir die Gedanken des Herrn nicht. Er kann befehlen, dem nächsten Volk geboren zu werden, so wie im 13. Jahrhundert die Slawen und Russinen von den Russen ersetzt wurden. Es ist nicht unmöglich. Ich habe Ihnen das Problem offenbart. Vielleicht magen Sie keine Imperien. Aber jetzt wird wahrscheinlich niemand von Ihnen daran zweifeln, dass dies kein Schimpfwort ist, das ist eine Art von Staat.

Und der Reichstyp von Staat ist uns nicht von der Geschichte verboten. Wir können ihn aufgeben. Aber dann lohnt es sich, bis zum Ende ehrlich zu sein und in unserer Staatsbürgerschaft zu akzeptieren, wie zuvor akzeptiert, diejenigen, die selbst darum bitten: Südosseten, Abchasen, Pamirer und das ganze Noworossien, das heißt, der südliche Teil der sowjetischen Ukraine am Schwarzen Meer, und so weiter.

Es gibt natürlich noch einen Weg. Wir können dazu gebracht werden, wenn man sich uns gegenüber flegelhaft benehmen wird. Schließlich können wir doch den türkischen Weg gehen. Und im Falle Tschetscheniens den türkischen Weg zu gehen bedeutet, Tschetschenien zu befreien, es auf alle vier Seiten gehenzulassen, aber (!) den flachen, nördlichen Teil zu behalten, weil es Kosakenland ist, nicht Tschetschenien, sowie diejenigen Tschetschenen in die Berge zu treiben, die in allen anderen 88 Regionen der Föderation leben. Die Türken haben dies erfolgreich getan. Die Russen können es auch. Angesichts der Tatsache, dass 85% und weitere 5% bei uns leben wollen, denke ich, dass die letzten 10% nicht beneidet werden können. Einfach so. Es ist eine Warnung. Es ist nicht etwas, was ich mag. Ich bin immer noch Imperialist.

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